Boldenon (häufig als Boldenon-Undecylenat bekannt) ist ein anaboles-androgenes Steroid, das ursprünglich für die Tiermedizin entwickelt wurde. Im Bodybuilding wird es missbräuchlich zur Leistungs- und Muskelsteigerung eingesetzt. Die nicht-medizinische Anwendung ist in vielen Ländern illegal und mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.
Anabolische Wirkungen
Bodybuilder berichten von folgenden Effekten:
Moderater Muskelaufbau (langsam, aber relativ „sauber“)
Steigerung der Proteinsynthese
Erhöhte Stickstoffretention in der Muskulatur
Zunahme der roten Blutkörperchen (verbesserte Sauerstoffversorgung)
Geringere Wassereinlagerung im Vergleich zu manchen anderen Steroiden
Appetitsteigerung, was den Kalorienüberschuss erleichtert
Boldenon gilt als weniger stark androgen als z. B. Testosteron, kann aber dennoch typische Nebenwirkungen verursachen.
Typische Kombinationen („Stacks“)
Im Bodybuilding wird Boldenon selten allein verwendet. Häufige Kombinationen sind:
Mit Testosteron als Basis eines Zyklus
Mit anderen anabolen Steroiden wie z. B. Nandrolon oder bestimmten oralen Wirkstoffen
In Definitionsphasen teilweise kombiniert mit Substanzen, die als „trocknend“ gelten
Solche Kombinationen sollen angeblich synergistische Effekte erzielen, erhöhen jedoch deutlich das Risiko für Nebenwirkungen.
Übliche Kuren (allgemein beschrieben)
In der Szene werden meist mehrwöchige bis mehrmonatige Zyklen durchgeführt, da Boldenon ein lang wirkender Ester ist und sich seine Wirkung eher langsam aufbaut.
Konkrete Dosierungen und genaue Zykluslängen variieren stark und hängen von individuellen Faktoren ab. Die Anwendung ohne ärztliche Überwachung ist jedoch riskant, insbesondere wegen möglicher Langzeitschäden.
Mögliche Nebenwirkungen
Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion
Akne, Haarausfall (genetische Veranlagung)
Erhöhter Blutdruck
Veränderung der Blutfettwerte
Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Vergrößerung des Herzmuskels
Psychische Veränderungen (Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen)
Erhöhte Blutviskosität durch mehr rote Blutkörperchen (Thromboserisiko)
Langfristiger Missbrauch kann zu dauerhaften hormonellen Störungen und Fertilitätsproblemen führen.











